Korthals Griffon

                        

 

          urkunde                  

    

             FCI - Standard Nr. 107 / 03. 03. 2000 / DE

FCI Gruppierung:

Gruppe: 7 / Vorstehhunde; Sektion: 1 / Kontinentale Vorstehhunde, 1.3 Typ "Griffon";

Nr.107 Griffon 'd arrêt à poil dur Korthals; Französischer Rauhaariger Korthals Vorstehhund

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FRANZÖSISCHER RAUHHAARIGER VORSTEHHUND (Korthals)

 ÜBERSETZUNG : Durch Dr.Paschoud an den neuen Standardtext
angepasst / Offizielle Originalsprache (FR).
URSPRUNG : Frankreich.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN
OFFIZIELLEN STANDARDS : 06. 05. 1964.


VERWENDUNG : Vorwiegend vielseitiger Vorstehhund. Kann
auch als Schweisshund zur Nachsuche auf verletztes Wild eingesetzt
werden.


KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 7 Vorstehhunde.
Sektion 1.3 Kontinentale Vorstehhunde,
Typ « Griffon ».
Mit Arbeitsprüfung.


KURZER HISTORISCHER ABRISS : Bereits durch Xenophon
erwähnt, als "Vogelhund" verwendet, ist er unter verschiedenen
Namen überall in Europa vorhanden. Die Rasse wurde durch
Inzucht, Auslese und Ausbildung ohne jede Zufuhr von Fremdblut
im Laufe der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts durch E.K.Korthals
erneuert und verbessert. Seither sind die verschiedenen nationalen
Rasseklubs seinen Vorschriften treu geblieben.


ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Mittelgrosser,
kräftiger, widerstandsfähiger Hund. Er ist länger als hoch. Der
Schädel ist nicht zu breit, der Fang ist lang und quadratisch.
Buschige Augenbrauen überlagern die dunkelgelben oder braunen
Augen ohne sie zu decken; Bart und Schnurrbart sind gut entwickelt,
verleihen ihm einen charakteristischen Ausdruck und drücken Kraft
und Entschlossenheit aus.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Sanftmutig und stolz,
ausgezeichneter Jäger, sehr stark an seinen Meister gebunden sowie
an sein Territorium, welches er umsichtig bewacht; sehr sanft
Kindern gegenüber.
KOPF : Gross und lang, mit rauhem, buschigem, aber nicht zu
langem Haar; Schnurrbart, Bart und Augenbrauen ausgeprägt.
OBERKOPF
Schädel : Nicht zu breit. Die oberen Begrenzungslinien von Schädel
und Fang sind parallel.
Stopp : Nicht zu stark betont.


GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Immer braun.
Fang : Lang und quadratisch; Nasenrücken leicht gewölbt, gleich
lang wie der Schädel.
Augen : Dunkelgelb oder braun, gross, rund, von den Augenbrauen
überlagert aber nicht verdeckt. Ausdruck sehr intelligent.
Behang : Von mittlerer Grösse, nicht eingerollt, flach anliegend, auf
Höhe der Augenlinie angesetzt; von kurzem Haar bedeckt, das mehr
oder weniger mit längeren Haaren vermischt ist.


HALS : Von mittlerer Länge; ohne Wamme.


KÖRPER : Eindeutig länger als die Widerristhöhe (1 Zwanzigstel
bis 1 Zehntel).

Rücken : Kräftig.
Lenden : Gut entwickelt.
Brust : Tief; nicht zu breit; Rippen leicht gewölbt.


RUTE : Horizontal oder mit leicht erhobener Spitze getragen;
buschig behaart, aber ohne Fransen. Generell um ein Drittel oder ein
Viertel kupiert. Wenn nicht kupiert, soll die Rute horizontal mit
leicht erhobener Spitze getragen werden.

GLIEDMASSEN
VORDERHAND :
Allgemeines: Vorderläufe gerade, kräftig, buschig behaart, in der
Bewegung schön parallel.
Schulter : Gut anliegend, eher lang, sehr schräg.
Vorderpfoten : Rund, kräftig, mit gut gewölbten und eng
aneinanderliegenden Zehen.


HINTERHAND :
Allgemeines: Buschig behaart.
Oberschenkel : Lang und gut bemuskelt.
Sprunggelenk : Gut gewinkelt.
Hinterpfoten : Rund, kräftig, mit gut gewölbten und eng
aneinanderliegenden Zehen.


GANGWERK : Auf der Jagd herrscht der Galopp vor, unterbrochen
durch Trab. Der Trab ist weitgreifend. Das Anpirschen ist
katzenartig.


HAARKLEID
Haar: Hart und derb, erinnert beim Anfassen an Wildschweinborsten;
nie gelockt oder wollig. Unter dem harten Deckhaar befindet sich
eine feine und dichte Unterwolle.


Farbe : Vorzugsweise Stahlgrau mit kastanienbraunen Flecken oder
einfarbig kastanienbraun, oft kastanienbraun mit Beimischung von
weissen Haaren oder gestichelt; gleichermassen zulässige Fellfarben
sind weiss und kastanienbraun, und weiss und orange.


GRÖSSE :
Widerristhöhe : Rüden ca. 55 bis 60 cm.
Hündinnen ca. 50 bis 55 cm.

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss
als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem
Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen
Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu
beachten ist.


DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:
· Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde
· Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder
Verhaltensstőrungen aufweisen, műssen disqualifiziert
werden.


N.B.
· Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden
aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
· Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch
gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

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Diese rauhaarige Jagdhundrasse wurde von dem in Deutschland lebenden Niederländer Eduard Korthals im ausgehenden 19. Jahrhundert aus vielen europäischen Hunderassen dieses Jagdhundtyps herausgezüchtet. Nach 15 Jahren schaffte er es, einen nach Aussehen und Leistung einheitlichen Stamm zu schaffen und 1886 einen Standard festzulegen, der 1929 erst revidiert wurde. Korthals selbst wollte keine Auftrennung der rauhaarigen Vorstehhunde in Stichelhaar, Drahthaar und Korthals Griffon. Ein Antrag in dieser Richtung scheiterte 1888. Die Unterschiede zwischen Deutsch Drahthaar, Deutsch Stichelhaar und Griffon d’arrêt à poil dur – Korthals sind selbst für Fachleute nur sehr schwer, allenfalls über die Haarstruktur, festzustellen. Obwohl die Zucht in Deutschland geschah wird die Rasse als französische geführt.

Das französische Wort Griffon bedeutet „Rauhaar“ und ist die Bezeichnung für das rauhaarige Haarkleid.